DIE VERSAGUNG DER RESTSCHULDBEFREIUNG

Die Versagung der Restschuldbefreiung fällt nicht vom Himmel. Nur die Punkte 1 bis 4 führen zur Versagung:

1)

Die Restschuldbefreiung wird auf Antrag eines Insolvenzgläubigers versagt. Der Versagungsantrag unterliegt Fristen und setzt einen Grund voraus.

2)

Die Versagung der Restschuldbefreiung kann mittelbare Folge einer widerrufenen Verfahrenskostenstundung sein.

3)

Die Restschuldbefreiung wird ausnahmsweise auf Antrag des Treuhänders und in einem einzigen Fall durch das Gericht selbst – auch ohne Antrag – von Gesetzes wegen versagt.

4)

Die Entscheidung über den Antrag auf Erteilung der Restschuldbefreiung erfolgt durch Beschluss des Insolvenzgerichts. Gegen den Beschluss ist die sofortige Beschwerde statthaft. Bis zur Rechtskraft bleibt der Ausgang offen.

In allen anderen Fällen – falls der Insolvenzschuldner nicht zuvor verstirbt – wird die Restschuldbefreiung erteilt.

Restschuldbefreiung und Versagung

1.009.502 Insolvenzverfahren natürlicher Personen wurden seit Einführung der Restschuldbefreiung eröffnet (Quelle Statistisches Bundesamt, Wiesbaden; Zeitraum 01.01.1999 bis 31.12.10).

Das sind (fast) 1.009.502 Anträge auf Erteilung der Restschuldbefreiung.

Die allermeisten führen ohne Beanstandung nach sechs Jahren zur Restschuldbefreiung. Die meisten aber könnten beanstandet werden.

Beachten Sie bitte

Die Ausführungen sind sorgfältig geprüft aber von der Rechtsprechung und Rechtslage im Besonderen abhängig. Die Prüfung im Einzelfall wird nicht ersetzt.

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